Wie kommen die zehn Euro nur in die Zitrone?

 

Zauberhafte Bürgerstiftung Niederrad

am 18. März 2018 im Gemeindezentrum

von Hauke Gerlof

Sachen gibt’s, die gibt es eigentlich gar nicht. Auf diese Dinge sind in der Regel Zauberer spezialisiert. Und wenn dann noch der Vize-Weltmeister der Zauberkunst, Pit Hartling, für eine Vorstellung nach Niederrad kommt, dann ist gute Unterhaltung garantiert.

So war es auch am vergangenen Sonntag. Hartling, eingeladen von der Diakonischen Bürgerstiftung, schaffte es, rund 80 Zuschauer, die trotz eines plötzlichen Wintereinbruchs gekommen waren, buchstäblich zu ver- und bezaubern. Er sei „Deutschlands erfolgreichster Magier“, gab der schmächtige Pit Hartling gleich zu Beginn seiner Show im Gemeindezentrum zum Besten – „in der Gewichtsklasse unter 60 Kilogramm“.

Dann legte der charmante Magier los wie die Feuerwehr mit seinen Tricks und Zaubereien: Erstaunlich die Fingerfertigkeit, mit der Hartling aus einem Seil mit zwei Enden mir nichts, Dir nichts, eines ohne Ende oder mit vier Enden machte. „Das war nur ein Trick zum Aufwärmen“, kommentierte er, „dann können wir jetzt eigentlich anfangen zu zaubern“.

Und wie! Aus zehn Euro machte der Magier mit viermal Falten schnell mal 100 Euro. Als er mit diesem Trick eine Zuschauerin locken wollte, es auch einmal zu versuchen, da wurde aus ihren zehn Euro – passend zum wohltätigen Zweck der Bürgerstiftung – eine Spendenquittung über zehn Euro, die dann aber auch gleich wieder in einer Verpuffung ins Nichts verschwand. Einmalig, wie er mit dem „Zauberwürfel“ umgehen konnte und eine x-beliebige von 43 Trillionen möglichen Stellungen einfach so kopierte. Oder wie er mehrere Ringe von Zuschauern miteinander verkettete und sie dann wieder voneinander löste.

Und die – vorher per Stift markierten – 10 Euro? Sie fanden sich viel später, gut verpackt in einer ungeöffneten Zitrone wieder – „Citrus Pecuniaris“, wie Hartling anmerkte. Wie sie da hingekommen waren? Klar – Magie!