Zuwendung und Zustiftung

Die Bürgerstiftung in Coronazeiten

Zustiftung

Etwas ganz besonders Schönes gibt es zu berichten: die Stiftung hat am 10.7.2020 eine großzügige Zustiftung in Höhe von 80.000 Euro erhalten. Vielen Dank der Stifterin! Das ist ein wunderbarer Ansporn für die Arbeit und eine Ermutigung in diesen schwierigen Corona-Zeiten! Je höher der Kapitalstock, umso mehr Einzelfallhilfen und Unterstützungen für diakonische Projekte und kulturelle Veranstaltungen sind möglich, darum die Bitte des Kuratoriums: denken Sie bitte auch in dieser Zeit an die Stiftung! Die Zielmarke von 300.000 Euro wollen wir gerne erreichen.

Porträt der Europa auf dem 20 Euro-Schein  © Foto: Thomas Dörken-Kucharz

 

Zuwendung

Das Kuratorium der Stiftung hat auf seiner Sitzung im Juni überlegt, wie wir den Kontakt mit den Menschen in Niederrad in Corona-Zeiten aufrechterhalten können. Kulturelle Veranstaltungen, die das Profil der Stiftung ausmachen, weil sie Teilhabe für alle ermöglichen und einen Austausch mit Stiftern und Spendern, wird es in diesem Jahr leider nicht geben, das Kuratorium blickt jedoch zuversichtlich in das kommende Jahr. Über den Gemeindeboten, die homepage der Stiftung und der Gemeinde sollen Informationen für alle Interessierten möglich sein.

Die Einzelfall-Unterstützungen wird es auch in diesem Jahr geben.

© Foto: Thomas Dörken-Kucharz

 

Baldige und jetzige Vorsitzende

Eine Veränderung bahnt sich an: Pfarrerin Claudia Vetter-Jung soll in den kommenden Monaten die Stiftung kennenlernen. Sie ist ja jetzt als neue Pfarrerin in der Paul-Gerhardt-Gemeinde für die Arbeit mit Senioren und die Diakonie zuständig. Als Zeitpunkt des Wechsels im Vorsitz ist der 1. Januar 2021 vom Kuratorium einstimmig beschlossen worden. Praktisch haben wir folgende Handhabung geplant: Frau Vetter-Jung ist ab jetzt die Ansprechpartnerin in der Gemeinde für alle Fragen und Anliegen bezüglich der Stiftung. Angelika Detrez und Claudia Vetter-Jung stimmen sich jeweils eng ab.

10 Jahre Bürgerstiftung

Wir dürfen alle ein bisschen Engel sein

10 Jahre Diakonische Bürgerstiftung

Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum am 29. September 2019

von Hauke Gerlof

Am Tisch miteinander: Diakonie ist Teilhabe – unter diesem Leitwort hat die Diakonische Bürgerstiftung Niederrad am Sonntag, den 29.September 2019, ihren 10. Geburtstag mit einem Fest-Gastmahl-Gottesdienst gefeiert.

Die Stiftung unterstützt aus den Erträgen des Stiftungskapitals und aus Spenden die Seniorenarbeit der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde, sie gibt Einzelfallhilfen für Bedürftige im Stadtteil und sie veranstaltet Ausflüge und richtet kulturelle Veranstaltungen aus, um allen Menschen in Niederrad Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil zu vermitteln.

Kuratoriumsvorsitzende Pfarrerin Angelika Detrez hob bei der Festveranstaltung besonders die Lebensfreude hervor, die die Stiftung durch Hilfen und durch Anstöße vermitteln wolle. Die Vertreterin der Diakonie Frankfurt-Offenbach lobte vor allem, dass die Bürgerstiftung eine Initiative „von unten“, von der Basis, sei.

Es gebe so vieles, das „von oben“ ausgedacht und umgesetzt wird. Bei der Stiftung sei es anders gewesen: Tatsächlich war eine Geldzuwendung in Höhe von 15.000 Euro aus der Gemeinde heraus der Kern der Bürgerstiftung. Seitdem hat sich das Stiftungskapital auf fast 175.000 Euro erhöht – wiederum durch Zustiftungen aus der Gemeinde heraus.

„Wir dürfen alle ein bisschen Engel sein“, sagte sie in Anspielung auf den Grundgedanken der Diakonie, dass Menschen auf der Erde Gottes Hände, Ohren und Herzen verliehen bekommen, um damit an Gottes Stelle zu helfen, anderen Menschen zuzuhören und sich um sie zu kümmern.

Menschen, für die ein neuer Wintermantel oder die kaputte Waschmaschine ein Problem ist, punktuell Lösungen zu bieten, ist ein Zweck der Stiftung. Auch das kam beim Festgottesdienst zur Sprache. Sie habe sich schon wochenlang auf den Festgottesdienst gefreut, berichtete die Betroffene Anke Wessels in einer beeindruckenden Rede darüber, wie die Stiftung ihr geholfen und was die gemeinsamen Ausflüge und Veranstaltungen in ihr bewirkt hätten.

Untermalt von den Klängen des Blechblasensembles Brass4Fun der Frankfurter Bläserschule wurde der Festgottesdienst zu einer fröhlichen Jubiläumsfeier, die rund 100 Stifter und Empfänger der Hilfen zusammenbrachte – begleitet von Gottes Wort und einem ordentlichen Wurstsalat.

Gitarre meets Gitarre

Brasilianischer Sound im Gemeindezentrum

Am 24. März 2019 sollte es ein Musikabend zum Träumen werden – ein Konzert mit dem Gitarrist und Liederdichter Jean Peter Braun und der Konzertsängerin und Solistin Caroline Jahns, organisiert von der Diakonischen Bürgerstiftung Niederrad. Doch dann versagte die Konzertstimme, und Braun musste improvisieren: Er kam mit einem weiteren Gitarristen ins Gemeindezentrum in der Gerauer Straße: Dieter Kociemba, einem eher in Richtung Jazz orientierten Musiker. Das Ergebnis konnte sich hören lassen – es wurde doch noch ein Abend zum Träumen, auch ganz ohne Gesang.

Gitarrenduette sind nicht mehr so oft zu hören in diesen Tagen. Doch der Kirchsaal der Evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde scheint wie dafür gemacht. Der Hall, der in Konzerten mit Gesang manchmal fast zu lange trägt, war geradezu ideal für die feinen Klänge der beiden wunderbar zusammen spielenden Gitarren. Jean Peter Braun hat ein Faible für brasilianische Musik entwickelt, und das drückte dem Konzert auch den Stempel auf. Bekannte Rhythmen und Klänge vom Zuckerhut in Rio und anderen Teilen Brasiliens, ältere und jüngere Stücke, schwebten geradezu durch den Saal. Die Zuhörer ließen sich mitnehmen auf eine Reise über den Atlantik nach Südamerika – ganz im Sinne der Bürgerstiftung, Lebensfreude zu vermitteln.

Text: Hauke Gerlof; Fotos: Thomas Dörken-Kucharz

Jahns & Braun – Von Klassik bis Bossa Nova

Herzliche Einladung zur Benefizveranstaltung

am Sonntag, 24. März 2019 um 16:00 Uhr

im Gemeindezentrum Gerauer Str.52

Jahns & Braun – Von Klassik bis Bossa Nova

Der Gitarrist und Liederdichter Jean Peter Braun und die Konzertsängerin und Solistin Caroline Jahns werden schöne Lieder aus verschiedenen Genres darbieten.

Im Anschluss erwartet Sie ein Empfang mit Imbiss. Sie haben Gelegenheit, die Stiftung und das Kuratorium kennenzulernen.

Da es sich um eine Benefiz-Veranstaltung für die Zwecke der Diakonischen Bürgerstiftung handelt, ist der Eintritt frei. Um eine Spende oder Zustiftung wird freundlich gebeten.

Die neue Altstadt – Frankfurter Geschichten für die Bürgerstiftung

am 25. Oktober 2018

von Hauke Gerlof

Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah! Frei nach dem Ur-Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe ging die Diakonische Bürgerstiftung Niederrad der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde in diesem Herbst nicht auf Reisen, sondern nur „hibbdebach“, also ans nördliche Mainufer. Die gerade eröffnete „neue Altstadt“ ist ein echter Besucher-Magnet, wie sich in der Vorplanung des Ausflugs Ende Oktober zeigte: Mehr als 70 Anmeldungen für den Ausflug gingen im Sommer binnen kürzester Zeit ein.
Und so teilten sich die Niederräder am Brunnen der Justizia gleich in drei Gruppen auf, die von den drei StadtführerInnen Nora Bettag, Hannes Pflügner und Frank Seibold kundig durch die Straßen der neuen Altstadt geführt wurden. 35 Häuser seien dort auf insgesamt 7700 Quadratmetern Fläche neu errichtet worden, 15 davon als Rekonstruktionen, 20 als echte Neubauten, berichtete Nora Bettag in ihrer Gruppe.
Von ihren Zuhörerinnen konnte sich durchaus die eine oder der andere an die Vorgeschichte des Areals erinnern, dass am 18. und 22. März 1944 so furchtbar zerstört worden war. Lange Zeit war dort nach dem Krieg nichts passiert, vielmehr war dort ein großer Parkplatz entstanden. Dann kam Ende der 1960er-Jahre das technische Rathaus, das später wegen Asbestbelastung abgerissen werden musste – es entstand die neue Altstadt, mit Geschäften und Restaurationsbetrieben, die jetzt nach und nach öffnen, und mit 60 bis 80 Wohnungen, wie Nora Bettag berichtete.

Deren Eigentümer sind übrigens alle in einer einzigen Wohnungseigentümergemeinschaft „vereint“ – so wie ja auch alle Häuser des „Dom-Römer-Projekts“ gleichzeitig entstanden sind, wenn auch von unterschiedlichen Architekten gebaut.
Stichtag, erinnerte Bettag, sei der 21. März 1944 gewesen – also vor dem letzten Bombenangriff: So wie damals die Straßen lagen und die Gebäude zugeschnitten waren, so wurde schließlich neu errichtet.

Manches von dem, was die Stadtführer erzählten, war den Besuchern aus dem nahen Niederrad durchaus aus der Zeitung oder aus dem Fernsehen präsent.

Doch so viele Geschichten rund um die neue Altstadt gibt es zu erzählen – über Bauvorschriften ebenso wie über den uralten Krönungsweg, über die viel kritisierte Pergola an der Südseite vom „Markt“ und über eingebaute „Spolien“, Bau-Fragmente und –Kunstwerke, die in die neuen Gebäude eingebaut worden sind.

Lebendig wurde die Geschichte auch über frühere Bewohner, der Altstadt, zum Beispiel ehemals reiche, aber später verarmte Patrizier aus den fernen Niederlanden, die als Glaubensflüchtlinge vor den katholischen Spaniern Ende des 16. Jahrhunderts nach Frankfurt kamen und hier die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt entscheidend voranbrachten.

Und natürlich spielte auch der bereits genannte Ur-Frankfurter Goethe eine Rolle, der am alten Hühnermarkt im „Haus der Tante Melber“ in ganz jungen Jahren zeitweise gelebt hat, als das familieneigene Haus am Hirschgraben gerade renoviert wurde.

Am Hühnermarkt steht auch der Stoltze-Brunnen, der an den Frankfurter Mundartdichter und Kämpfer für die Pressefreiheit Friedrich Stoltze erinnert. Hier zeigte sich, dass die Niederräder, wenn auch erst spät eingemeindet, doch gute Frankfurter geworden sind: Selbst die dritte Strophe des Gedichts „Frankfurt“, die über die Offenbacher, konnte eine der Zuhörerinnen fehlerfrei rezitieren.

Nach 90 Minuten Stadtführung, voll gepackt mit Informationen über das alte und das neue Frankfurt, klang der Ausflug der Bürgerstiftung mit einem gemütlich-zünftigen Mittagessen am Dom aus.

„Das Neue stürzt, und altes Leben blüht aus den Ruinen“ – der Sinnspruch am Glauburger Hof in der Braubachstraße, frei nach Schiller, mag in manchem der Teilnehmer noch nachgeklungen haben. Quicklebendig kamen jedenfalls alle zurück nach Niederrad.

Fotos: Thomas Dörken-Kucharz

Wie kommen die zehn Euro nur in die Zitrone?

Zauberhafte Bürgerstiftung Niederrad

am 18. März 2018 im Gemeindezentrum

von Hauke Gerlof

Sachen gibt’s, die gibt es eigentlich gar nicht. Auf diese Dinge sind in der Regel Zauberer spezialisiert. Und wenn dann noch der Vize-Weltmeister der Zauberkunst, Pit Hartling, für eine Vorstellung nach Niederrad kommt, dann ist gute Unterhaltung garantiert.

So war es auch am vergangenen Sonntag. Hartling, eingeladen von der Diakonischen Bürgerstiftung, schaffte es, rund 80 Zuschauer, die trotz eines plötzlichen Wintereinbruchs gekommen waren, buchstäblich zu ver- und bezaubern. Er sei „Deutschlands erfolgreichster Magier“, gab der schmächtige Pit Hartling gleich zu Beginn seiner Show im Gemeindezentrum zum Besten – „in der Gewichtsklasse unter 60 Kilogramm“.

Dann legte der charmante Magier los wie die Feuerwehr mit seinen Tricks und Zaubereien: Erstaunlich die Fingerfertigkeit, mit der Hartling aus einem Seil mit zwei Enden mir nichts, Dir nichts, eines ohne Ende oder mit vier Enden machte. „Das war nur ein Trick zum Aufwärmen“, kommentierte er, „dann können wir jetzt eigentlich anfangen zu zaubern“.

Und wie! Aus zehn Euro machte der Magier mit viermal Falten schnell mal 100 Euro. Als er mit diesem Trick eine Zuschauerin locken wollte, es auch einmal zu versuchen, da wurde aus ihren zehn Euro – passend zum wohltätigen Zweck der Bürgerstiftung – eine Spendenquittung über zehn Euro, die dann aber auch gleich wieder in einer Verpuffung ins Nichts verschwand. Einmalig, wie er mit dem „Zauberwürfel“ umgehen konnte und eine x-beliebige von 43 Trillionen möglichen Stellungen einfach so kopierte. Oder wie er mehrere Ringe von Zuschauern miteinander verkettete und sie dann wieder voneinander löste.

Und die – vorher per Stift markierten – 10 Euro? Sie fanden sich viel später, gut verpackt in einer ungeöffneten Zitrone wieder – „Citrus Pecuniaris“, wie Hartling anmerkte. Wie sie da hingekommen waren? Klar – Magie!  

Wie bist Du, meine Königin? – Wonnevoll!

Der Benefiz-Liederabend „Liebes-Sichten“  am Sonntag, 5.November 2017 im Gemeindezentrum der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde

von Hauke Gerlof

Walter Fürst und Ruth Zetsche präsentieren Liebes-Sichten

Von Frühlingsgefühlen im Herzen bis zu Flugzeugen im Bauch – die Liebe ist für viele eher extreme Aggregatszustände der Seele zuständig. Wer könnte diese ganze Breite der Gefühle von Lust und Verlust, von Wonne und Schmerz in ihrer ganzen Tiefe besser ausloten als die Romantiker?

Solche „Liebes-Sichten“ der Komponisten Robert Schumann, Johannes Brahms, Richard Wagner und Richard Strauss waren das Thema des Liederabends mit der Altistin Ruth Zetzsche, wieder sensibel begleitet am Flügel von Werner Fürst. Die Musik gewordenen Gefühle von Lieddichtern wie Adelbert von Chamisso oder Georg Friedrich Daumer brachten alle möglichen Sichten auf die Liebe zum Ausdruck:

  • Vielleicht gut fürs männliche Selbstbewusstsein: „Seit ich ihn gesehen, glaub‘ ich, blind zu sein“
  • Nicht zur Nachahmung empfohlen: „Nun hast Du mir den ersten Schmerz getan – der aber traf“
  • Eher zum Schwelgen geeignet: „Wie bist Du meine Königin – durch sanfte Güte wonnevoll“
  • Aber auch Perspektiven von Abschied und Tod wurden besungen, etwa im Lied „Allerseelen“ von Strauss.

Ruth Zetzsche ist in Niederrad bekannt, und das nicht erst seit dem denkwürdigen Konzert mit dem vollständigen Zyklus der „Winterreise“ von Schubert vor fast zwei Jahren. Ihre Stimme ist seitdem noch klarer und voller geworden, und sie begeisterte mit den Liebesliedern der vier Komponisten einmal mehr die Besucher im gut gefüllten Gemeindezentrum beim Herbstkonzert der Diakonischen Bürgerstiftung Niederrad.

Die vor acht Jahren gegründete Stiftung gewährt hilfsbedürftigen alten oder kranken Menschen in Niederrad diakonische Unterstützung und fördert die Teilhabe alter Menschen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben im Stadtteil, auch durch solche Liederabende mit Ruth Zetzsche.

Weitere Fotos vom Konzert

Benefiz-Konzert

Liebes-Sichten

Liederabend

mit Ruth Zetzsche (Alt) und Werner Fürst (Klavier)

am Sonntag, 5.November 2017 um 17 Uhr

im Gemeindezentrum der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde

Gerauer Str.52, 60528 Frankfurt

Fotos vom Konzert

 

Die Diakonische Bürgerstiftung  Niederrad lädt zum Liederabend, bei dem die Altistin Ruth Zetzsche und Werner Fürst am Klavier Lieder von Robert Schumann, Johannes Brahms, Richard Wagner und Richard Strauss zu Gehör bringen.

Das Programm beginnt mit dem bekannten Zyklus „Frauenliebe und -leben“ op. 42 von Robert Schumann. Im Juli 1840, wartend auf das Gerichtsurteil, das über die ersehnte Heirat mit Clara Wieck entscheiden sollte, vertonte Schumann innerhalb von nur zwei Tagen acht Gedichte von Adelbert v. Chamisso, die das Leben einer Frau vom Mädchenalter bis zum Tod des Ehemannes als Liebende, Gattin, Mutter und Witwe schildern.

1864 vertonte Johannes Brahms in seinem Opus 32 Gedichte der Dichter Georg Friedrich Daumer und August Graf von Platen. Die Texte beschreiben die innere Wandlung von der Verzweiflung angesichts verlorener und unerreichbarer Liebe über die Befreiung von deren Fesseln bis hin zur abgeklärten Verehrung der Geliebten. 

Richard Wagners „Wesendonck-Lieder“ entstanden in den Jahren 1857/58. Er vertonte hier fünf Gedichte von Mathilde Wesendonck, deren Ehemann Otto den Komponisten in seinem Schweizer Exil finanziell und ideell unterstützte. Die unerfüllte Liebe zwischen Wagner und Mathilde wird in den Liedern fast schmerzhaft hörbar und ist auch der Kern von Wagners gleichzeitig entstandenem Musikdrama „Tristan und Isolde“.

Richard Strauss komponierte 1885 seine ersten Lieder op. 10 auf Texte des damals sehr geschätzten Dichters Hermann von Gilm. Die für das Konzert ausgewählten Lieder fügen den romantischen Liebes-Sichten weitere Facetten hinzu.

Im Anschluss an das Konzert lädt die Diakonische Bürgerstiftung zum Empfang.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind herzlich willkommen!